Im Oktober desselben Jahres ging Kolumbus auf einer Insel, die zu den Bahamas gehörte, also dem mittelamerikanischen Festland vorgelagert war, an Land. Drei weitere Reisen nach Amerika folgten, bis zum amerikanischen Festland stieß er aber nie vor. Auf seiner letzten Reise trifft er auf Kakaobohnen, ohne allerdings von deren Bedeutung oder Wert Kenntnis zu nehmen.
Der Erstkontakt – mit Kakaobohnen.
Die Fakten des nachfolgenden Berichts gehen auf einen 1571 veröffentlichten Text in Venedig zurück. Das Ausgangsmaterial dafür stammte von Kolumbus Sohn, Ferdinand, der 1503 die Begegnung mit den Indianern niederschrieb.

1502 bei der Insel Guanaja, 100km vor der Küste Honduras stößt Kolumbus Karavelle auf ein voll beladenes Handelskanu der Maya. Er enterte das Kanu und ließ die darauf reisenden Mayas, ebenso so wie die Ladung an Bord seines Schiffes bringen.
Laut Ferdinands Aufzeichnungen war das Kanu der Maya nahezu 50m lang und 2,5m breit. In seiner Mitte befand sich ein Palmblätterdach das die Ladung, Frauen und Kinder schützte. Die Fracht bestand aus Baumwollumhängen, Blusen, Lendentüchern, macanas (hölzerne Schwerter mit rasiermesserscharfen Obsidian- oder Feuersteinklingen an den Rändern), kleine Äxten, Schellen aus Kupfer, Pfannen, Öfen, kupfernen Messern und großen Mengen Kakao.
Die Mannschaft und Kolumbus nahmen zwar die merkwürdigen Bohnen wahr, aber da die Spanier sich nicht mit den Maya verständigen konnten, erfuhren sie weder, dass es sich dabei um Kakao handelte, noch welche Bedeutung dieser für die Mayas hatte.
Damit war Kolumbus wahrscheinlich der erste Europäer der Kakaobohnen zu Gesicht bekam – allerdings ohne es zu wissen.
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