Der Name ist Programm.
Den Namen Criollo – „der Edle“ – trägt diese Kakaovarietät aufgrund ihres außergewöhnlich guten Geschmacks. Seine Kakaosamen sind von edler weißer oder hellrosa Farbe und besonders reich an Aroma. Mit seinen fruchtigen bis würzigen Geschmacksnuancen hat er einen äußerst geringen Säuregehalt und nahezu keine Bitternoten. Dieser unverwechselbare, exklusive Schokoladencharakter macht die Criollo-Sorten so wertvoll, die vorzugsweise Edelschokoladen ihren erlesenen Geschmack verleihen.
Die Kakaofrüchte der Criollos werden den Typen Angoleta und Cundeamor zugeordnet. Ihre Schoten sind lang, die Schalen mit Warzen und Rillen gezeichnet und spitz zulaufend.
Guasare.
Guasare ist eine der bekanntesten und „reinsten“ Criollo-Sorten. Seine Kakaobohnen zeichnen sich durch ein extrem vielschichtiges Kakaoaroma aus.
Er ist leicht an seinen außergewöhnlich großen, bis zu 30cm langen Schoten des Typs Cundeamor zu erkennen. Diese Früchte gibt es in zwei unterschiedlichen Färbungen. Die einen sind im unreifen Zustand rot und verfärben sich beim Reifen rot/orange-braun. Die anderen sind unreif eher grün und reifen zu gelb-grünlicher Farbe.
Auf einem Blick:
• Edelkakao Criollo: „Der Edle“
• macht 5% des Welthandels aus
• aromatisch-fruchtiger Geschmack, geringer Säuregehalt
• empfindlich, krankheitsanfällig
Procelana.
Procelana-Bohnen besitzen ein sehr langanhaltend-feines und reines Kakaoaroma, ohne bittere oder fruchtige Nebennoten. Die Schoten gehören zum Typ Angoleta, die unreif in einem transparenten Grün, Rosa oder Rot schimmern und ausgereift von grünlich-orangeroter oder hellgelber Färbung sind.
Chuao.
Der Chuao galt lange Zeit als der Edelste unter den Criollos. Auf einer einzigen, abgelegenen Hacienda in Venezuela gedieh dieser Kakao. Bedauerlicherweise wurde der Originalbestand durch Krankheiten so dezimiert, dass er mit Trinitario- und Forastero-Kakao aufgeforstet werden musste. Kreuzungen zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit gibt es bereits seit Jahrhunderten, woraus sich unzählige Sorten ergeben haben. Die heutigen Bohnen dieser Hacienda sind immer noch von begehrter, aber nicht mehr sortenreiner Qualität.
Ocumare 61.

Der Ocumare 61 ist ein Beispiel für „moderne“ Criollos. Darunter versteht man Kreuzungen aus Criollos, Forasteros oder Trinitarios. Ihr außergewöhnlicher Geschmack adelt sie und erhebt sie in den Stand der Edelkakaos. Ocumare 61 trägt Schoten des Typs Cundeamor. Seine Bohnen sind von mild-würzigem, nussig-feinem Geschmack. Sein Name leitet sich übrigens von der Anbauregion Ocumare de la Costa (Venezuela) ab.
Ein echtes Sensibelchen.
Allen Criollo-Bäumen gemeinsam ist ihre Empfindlichkeit und Anfälligkeit für Krankheiten. Der Ernteertrag fällt daher wesentlich geringer aus, als der des Forastero, des so genannten Konsumkakaos. Dies ist auch der Grund für die geringen Anbaumengen dieser Kakaobäume.
Adel, der sich rar macht.
Aufgrund der Hybridisierung ist reiner Criollo heute nur schwer zu finden. Am häufigsten kommt er noch im Westen Venezuelas, in der Anbauregion Sur del Lago und am Rande der Anden vor. Als Edelkakao werden daher sowohl Criollo- als auch Trinitario-Sorten (Kreuzung von Criollo und Forastero) gehandelt. Denn letztendlich ist es der Geschmack, der sie auszeichnet. Und dieser ist abhängig von Boden, Feuchtigkeit, Klima, Pflege und natürlich der Kakaosorte. So kann ein und dieselbe Kakaosorte je nach Anbaugebiet völlig verschiedene Aromen entwickeln. Edelkakaobohnen werden heute ähnlich wie Wein nach ihrer Herkunft, d.h. nach Anbaugebieten oder Plantagen bezeichnet.
DIE RITTER SPORT MEINUNG: Da Edelkakaos etwas ganz Besonderes sind, verfeinern sie auch viele unserer RITTER SPORT Schokoladen. Genauer gesagt, kommt unser Edelkakao aus Papua-Neuguinea, Madagaskar und Ecuador. Denn: Edelste Zutaten schmeckt man einfach.
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Der weltweite Gesamtertrag an Edelkakao beträgt nur etwa 5%.