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Anandamid
Zum Glück in der Schokolade.

Dass Schokolade glücklich macht, ist nicht nur ein Gerücht. Anandamid ist möglicherweise ein Auslöser, der für das Glücksgefühl beim Naschen von Schokolade verantwortlich ist. Es ist ein Abkömmling der mehrfach ungesättigten Fettsäure Arachidonsäure. Da Anandamid vom Körper selbst gebildet werden kann, zählt es nicht zu den Vitaminen oder essentiellen Fettsäuren. Besonders häufig findet man es im zentralen Nervensystem und es ist, wenn auch nur in geringen Mengen, in Schokolade enthalten.

Wieso Anandamid glücklich macht.

Die Rezeptoren, an die sich Anandamid binden kann, befinden sich meist in Regionen des Gehirns, die für die Wahrnehmung und Gedankenverarbeitung sowie für Bewegungsabläufe verantwortlich sind. Dies sind die gleichen Rezeptoren, an denen der Marihuana-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) andockt und seine rauschartige Wirkung entfaltet.

Da in einem Gramm Schokolade jedoch nur 0,5 bis 90 µg Anandamid und zwei weitere Anandamid-Verwandte zu finden sind, ist die Konzentration viel zu gering um eine Marihuana-ähnliche Wirkung hervorzurufen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Anandamid zumindest einen Anteil an dem spürbaren Glücksgefühl beim genüsslichen Verzehr von Schokolade hat.